Die Lärche ist der einzige heimische Laubbaum, der im Herbst sein Laub abwirft. Es handelt sich um eine beliebte Baumart für Bonsai, da der Stamm der Lärche sich relativ schnell verdickt und eine schöne Borke ausbildet.

Das Laub zeigt im Wechsel der Jahreszeiten auffallend schöne Farben, vom hellgrünen Austrieb über die dunkler grüne Sommerfarbe und eine leuchtend gelbe Herbstfärbung bis zu einem intensiven Rostbraun, bevor die Nadeln fallen. Die zwei verbreiteten Arten sind die Europäische Lärche (Larix decidua) und die Japanische Lärche (Larix kaempferi). Beide Arten werden forstlich genutzt und hybridisieren häufig.

Wenn Sie Hilfe bei der Bestimmung Ihres Baums benötigen, probieren Sie es mit unserem Baumbestimmungsartikel.

 

Pflegeanleitung für die Lärche als Bonsai

Standort: Lärchen sollten während der Wachstumssaison an einem sonnigen Platz aufgestellt werden, aber in den heißesten Wochen kann eine Schattierung sinnvoll sein. Lärchen sind sehr frosthart, aber es ist ratsam, sie im Winter vor zu viel Regen geschützt aufzustellen.

Gießen: Die Lärche muss gründlich gewässert werden, wenn das Substrat trocken wird, aber ständige Nässe ist zu vermeiden. Im Winter braucht die Lärche weniger Wasser, aber der Wurzelballen sollte nicht austrocknen.

Düngen: Im Frühling können Lärchen einmal mit erhöhtem Stickstoffanteil gedüngt werden, damit der Austrieb sich gut entwickelt. Fester organischer Dünger sollte während der Wachstumszeit monatlich aufgelegt oder wöchentlich ein Flüssigdünger angewendet werden.

Schneiden: Starkes Beschneiden wird während der Ruhezeit durchgeführt. Die Lärche verschließt auch größere Schnittstellen mit ihrem starken Kalluswachstum relativ bald. Wundverschluss ist nicht notwendig, da das Harz der Lärche diese Funktion erfüllt. Die neuen Triebe sollten wachsen gelassen werden, bis sie 10 bis 15 cm lang sind, ehe sie auf zwei Knospen zurückgeschnitten werden. Man muss bei reifen Bäumen darauf achten, sie nicht immer an denselben Stellen zurückzuschneiden, um Knubbelbildung und Vergreisung zu verhindern. Überzählige und schlecht platzierte Knospen können vor dem Austrieb entfernt werden.

Drahten: Lärchen können am besten in der Ruhephase gedrahtet werden, wenn sie nicht belaubt sind. Die Äste und Zweige lassen sich gut biegen. Leichte Drahtnarben verheilen relativ rasch und verschwinden spätestens, wenn sich die Borke bildet. Spanndrähte sind für starke Biegungen oft zusätzlich sinnvoll.

Umtopfen: Junge Lärchen sollten alle zwei Jahre umgetopft werden, ältere alle drei bis fünf Jahre, jeweils im Frühling bevor sich die Knospen öffnen. Es sollte höchstens ein Drittel der Wurzeln entfernt werden, vor allem bei alten Bäumen ist Vorsicht geboten.

Vermehrung: Lärchen können aus Samen oder halbverholzten Stecklingen vermehrt werden. Auch Abmoosungen sind möglich.

Schädlinge und Krankheiten: Lärchen werden oft von Woll- oder Schmierläusen befallen. Ein ölhaltiges Insektizid hilft in der Regel schnell. Ein luftiger Standort und stets rechtzeitiges Wässern verringert die Wahrscheinlichkeit eines Befalls. Auch die Raupen diverser Falter, sowie Gallmücken, Blattwespen, Lärchennadelknicklaus und einige Pilzkrankheiten wie Lärchenschütte und Grauschimmelfäule können gelegentlich auftreten. In unklaren Fällen ist es ratsam, einen Profi-Gärtner um Hilfe zu bitten.

Um detailliertere Informationen zu diesen Techniken zu erhalten, lesen Sie unseren Abschnitt zur Bonsaipflege.

 

 

Lärche (Larix)

Lärche (Larix) Bonsai