Die Eibe ist ein immergrüner zweihäusiger Strauch oder Baum mit dunkelgrünem nadelförmigem Laub. Die Gattung Taxus kommt in den gemäßigten Zonen der nördlichen Hemisphäre vor.

Obwohl die Eibe als Konifere betrachtet wird, bringt sie keine verholzenden Zapfen hervor, sondern produziert Früchte mit je einem einzelnen Samen, der von einem beerenartigen roten Samenmantel (Arillus) umgeben ist, der am unteren Ende offen ist. Alle Teil der Eibe sind giftig, außer dem weichen roten Arillus. Alte Eibenstämme weisen plastisch hervortretende Saftbahnen auf. Die Rinde ist dünn und rotbraun mit grauen Schuppen, die entlang des Stamms abblättern. Wenn Eiben stark beschnitten werden, können sie sogar an Stellen wieder austreiben, an denen kein Laub verblieben ist, was eine sehr hilfreiche Eigenschaft für die Bonsai-Gestaltung ist. Die beiden am häufigsten für Bonsai verwendeten Arten sind die Europäische Eibe (Taxus baccata) und die Japanische Eibe (Taxus cuspidata). Auch die Pazifische Eibe (Taxus brevifolia) und die kleinere Kanadische Eibe (Taxus canadensis) sind gut für Bonsai geeignet. Eiben wachsen relativ langsam, produzieren sehr hartes Holz, das gut für die Totholzgestaltung geeignet ist, und können einige hundert oder sogar tausend Jahre alt werden. Eiben spielten in den religiösen Riten vieler Völker eine wichtige Rolle und sind heute noch auf vielen Kirchhöfen zu finden. Im Mittelalter wurde Eibenholz in großen Mengen für Langbögen verwendet, die damals wichtige Kriegswaffen waren.

Wenn Sie Hilfe bei der Bestimmung Ihres Baums benötigen, probieren Sie es mit unserem Baumbestimmungsartikel.

 

Bonsai-Pflegeanleitung für die Eibe (Taxus Bonsai)

Standort: Die Eibe bevorzugt einen Platz mit ausreichend Licht, aber gedeiht auch gut Schatten, wo sie jedoch weniger dicht wächst. In heißen trockenen Regionen sollten Eiben im Sommer möglichst nicht der starken Nachmittagssonne ausgesetzt werden. Im Winter ist es ratsam, Bonsai-Eiben vor stärkerem Frost zu schützen, insbesondere wenn gleichzeitig starke Sonneneinstrahlung und eisige Winde auftreten. Die weichen Wurzeln, wie auch das Laub, können sonst stark geschädigt werden. Da die Eibe immergrün ist, benötigt sie jedoch auch im Winter genügend Licht.

Gießen: Wässern Sie die Eibe sobald dass Substrat trocken wird, aber halten Sie die Wurzeln nicht ständig nass. Häufiges Übersprühen des Laubs mit kalkfreiem Wasser tut der Eibe gut. Eiben vertragen einen pH-Wert zwischen 5 und 8.

Düngen: Legen Sie während der Wachstumssaison alle vier Wochen festen organischen Dünger auf oder geben Sie alle vier Wochen einen Flüssigdünger.

Beschneiden und Drahten: Eiben können weit ins alte Holz zurückgeschnitten werden und treiben problemlos wieder aus. Neue Triebe werden gekürzt und alte Nadeln können im Sommer abgezupft werden, um mehr Licht in die inneren Bereiche der Krone gelangen zu lassen und so die Knospenbildung und Verzweigung anzuregen. Totholz ist ein wichtiges Element von reifen Eiben-Bonsai. Identifizieren Sie sorgfältig die wichtigen Saftbahnen, bevor Sie frische Rinde entfernen, um neue Shari-Partien anzulegen.
Die alten Äste der Eibe sind recht steif und schwer zu biegen, aber jüngere Zweige sind flexibel und lassen sich gut formen. Das Drahten ist zu jeder Jahreszeit möglich. All dies bezieht sich wohlgemerkt auf kräftige, gesunde Bäume. Schwache Bäume müssen erst wieder zu Kräften kommen, ehe man ihnen Gestaltungseingriffe zumutet.

Umtopfen: Eiben sollten alle zwei bis vier Jahre umgetopft werden, reife alte Exemplare eventuell seltener. Die Wurzeln können beträchtlich zurückgeschnitten werden. Eine Standardsubstratmischung ist gut geeignet, aber in Regionen mit heißem Klima sollte man etwas mehr Humus hinzufügen, der mehr Wasser halten kann.

Vermehrung: Die Eibe kann aus Samen, Stecklingen oder Abmoosungen vermehrt werden. Stecklinge werden im Sommer genommen und die beste Methode ist, kleine Zweige von den Ästen der Mutterpflanze abzureißen.

Schädlinge und Krankheiten: Schildläuse und Wollläuse können Eiben gelegentlich befallen, dann muss ein spezifisches Insektizid angewendet werden. Auch Dickmaulrüssler können ernsthafte Probleme verursachen, da die erwachsenen Käfer das Laub und die Rinde fressen und die Larven sich im Wurzelballen verborgen von den Wurzeln ernähren. Wurzelfäule kann auftreten, wenn der Baum zu nass gehalten wird.

Um detailliertere Informationen zu diesen Techniken zu erhalten, lesen Sie unseren Abschnitt zur Bonsaipflege.

 

 

Taxus Bacatta Bonsai (Eibe)

Eibe Bonsai (Taxus)