Die Chinesische Ulme (Ulmus parvifolia) kommt aus Südostasien und ist vor allem in China verbreitet. In ihrer Heimat kann sie ein mächtiger Baum mit bis zu 25 m Höhe und 1 m Stammdicke werden.

Die Chinesische Ulme verzweigt sich fein und bekommt leicht sehr kleine Blätter, was sie bestens geeignet für Bonsai-Zwecke macht. Die Ulme wird oft mit der Zelkowe verwechselt, aber wenn man die Blätter beider Baumarten vergleicht, ist der Unterschied gut erkennbar. Die Chinesische Ulme ist die beliebteste Ulmenart als Bonsai, obwohl auch andere Ulmen gut geeignet sind.

Wenn Sie Hilfe bei der Bestimmung Ihres Baums benötigen, probieren Sie es mit unserem Baumbestimmungsartikel.

 

 

Chinesische Ulme (Ulmus parviflora) Film

 

Bonsai-Pflegeanleitung für die Chinesische Ulme

Standort: Die Chinesische Ulme gedeiht sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten gut. Sie kann in einigermaßen mildem Klima während des Winters draußen stehen. Eine als Zimmerbonsai gekaufte Ulme kann im Sommer draußen gehalten werden, während im Winter eine Kalthausüberwinterung bei 0 - 10° C ideal ist. Leichten Frost vertragen Chinesische Ulmen in der Regel, aber es scheint Unterschiede zu geben, je nach Herkunft. Bäume aus nördlicheren Regionen vertragen offenbar stärkeren Frost als solche aus südlichen Gebieten. Abhängig von der Überwinterungstemperatur können Chinesische Ulmen ihr Laub entweder abwerfen und eine Winterruhe einlegen, oder ihr Laub bis zum Frühjahr behalten und es erst dann mit dem Neuaustrieb wechseln.

Gießen: Die Chinesische Ulme wird großzügig gegossen, sobald die Erde trocken wird. Staunässe und länger anhaltende Trockenheit muss vermieden werden.

Düngen: Während der Wachstumssaison sollte die Chinesische Ulme gut gedüngt werden. Sie stellt keine besonderen Anforderungen an den Dünger. Eine Kombination aus festem, organischem Dünger und einem ausgewogenen flüssigen Mineraldünger hat sich gut bewährt. Wenn die Ulme kalt überwintert wird und eine Wachstumsruhe einlegt, sollte in dieser Zeit auf das Düngen verzichtet werden.

Schneiden: Die Chinesische Ulme verdickt sich schnell, wenn man sie frei wachsen lässt. Sie reagiert gut auf regelmäßiges Schneiden, was zu einer dichten Verzweigung führt, und treibt auch willig nach starken Rückschnitten wieder aus dem alten Holz. Lassen Sie die Triebe wachsen bis sich 3 oder 4 Nodien gebildet haben und schneiden Sie dann auf ein oder zwei Blätter zurück. Große Äste schneiden Sie am besten im späten Herbst. Mit Drahten und Spannen lässt sich die Ulme gut formen.

Umtopfen: Jüngere Ulmen sollten alle zwei Jahre , ältere und große Exemplare können auch in längeren Intervallen umgetopft werden. Das Frühjahr ist die beste Jahreszeit hierfür. Der Wurzelschnitt sollte gewissenhaft ausgeführt werden und da die Chinesische Ulme dazu neigt, verbogene und verschlungene Wurzeln auszubilden, sollte man sorgfältig daran arbeiten, ein möglichst geordnetes Nebari zu erzielen. An das Substrat hat die Chinesische Ulme keine besonderen Ansprüche, es sollte jedoch recht durchlässig sein. Eine Standard-Substratmischung ist gut geeignet.

Vermehrung: Die Vermehrung der Chinesischen Ulme erfolgt in der Regel problemlos über halb verholzte Stecklinge im Sommer. Die Sämlingsanzucht ist weniger zu empfehlen. 


Schädlinge und Krankheiten: Oft wird die Chinesische Ulme bei geringer Luftfeuchtigkeit von Spinnmilben und Schildläusen befallen. Diese sollte man mit entsprechenden Pflanzenschutzmitteln bekämpfen und sich um eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit durch häufiges Einsprühen mit Wasser bemühen.
Spritzungen mit verdünntem Jinmittel und manchen systemischen Giften führen bei der Chinesischen Ulme gelegentlich zu heftigem Laubabwurf, deswegen sollte man solche Mittel vermeiden.

Um detailliertere Informationen zu diesen Techniken zu erhalten, lesen Sie unseren Abschnitt zur Bonsaipflege.

 

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Chinesische Ulme (Ulmus parviflora Bonsai)

Chinesische Ulme (Ulmus parviflora Bonsai)